Mit ‘RSK’ verschlagwortete Einträge

h1

Hennef-Geistingen – SEK-Einsatz endet mit versuchter Selbsttötung

September 21, 2008

(rsr-op) Dramatische Szenen spielten sich in den Abendstunden am Donnerstag in Hennef-Geistingen ab. Mehrere Polizeifahrzeuge, vermummte Polizisten des Sondereinsatz-Kommandos (SEK) und Rettungskräfte säumten die Straße. Auslöser für den Großeinsatz war der Streit eines Ehepaars. Bereits in der Vergangenheit kam es zwischen dem 37-jährigen und seiner 40-jährigen Frau zu heftigen Auseinandersetzungen. Die Streitigkeiten wurden in den letzten Tagen immer heftiger und Anfang der Woche drohte er auch sich oder seine Frau zu erschießen.

Diese Drohung nahm die Frau ernst und zeigte den Sachverhalt bei der Polizei an. Aufgrund der psychischen Erkrankung entscheidet sich die Polizei einzugreifen. Ein Sondereinsatzkommando wurde zu einem geplanten Zugriff gerufen. Als Zugriffszeitpunkt wurde der Donnerstagabend geplant. Mit der Frau abgesprochen, befindet diese sich bei Bekannten, um zu gewährleisten, dass der psychisch kranke Mann sich alleine in der Wohnung befindet.

Doch alles läuft anders als geplant. Der Mann hatte von dem Polizeiaufgebot Wind bekommen und entgegnete den Beamten bereits mit gezogener Waffe. Die Einsatzkräfte drängen den Mann zurück in seine Wohnung. Als er merkt, dass er keine Chance gegen die Vielzahl der Polizisten hat, flieht er auf den Balkon. In einer wagemutigen Kletteraktion klimmt er auf den Nachbarbalkon. Hier richtet er die Waffe auf sich selber und drückt ab.

Bereitstehende Einsatzkräfte des Rettungsdienst stürmen zusammen mit der Polizei zu dem blutüberströmten Mann. Lebensrettende Maßnahmen werden eingeleitet, sogar künstlich beatmet muss der Mann werden. Zum Stand dieser Meldung befindet sich der Mann in einem äußerst kritischen Zustand mit negativer Prognose. Kurze Zeit später nimmt die Mordkommission aus Bonn die Arbeit auf. Wieso der Mann im Besitz einer scharfen Waffe war, ist ebenfalls zum Stand dieser Meldung nicht bekannt.

Quelle und Foto: Presse-Medienservice

h1

Leiche aus Rotter See geborgen

Juli 4, 2008

Die Leiche eines 32-Jährigen ist aus einem See bei Troisdorf aus vier Metern Tiefe geborgen worden. Ein Arbeiter hatte ein Fahrrad und Kleidung am Ufer gefunden und die Polizei alarmiert, die das Ufer gemeinsam mit der Feuerwehr absuchte.

Troisdorf – Die Leiche eines 32-Jährigen ist am Donnerstag aus einem See bei Troisdorf nahe Bonn aus vier Metern Tiefe geborgen worden. Ein Arbeiter hatte am Morgen ein Fahrrad und Kleidung am Ufer gefunden und die Polizei alarmiert, die das Ufer gemeinsam mit der Feuerwehr absuchte. Der Bruder des Toten kam hinzu, der den 32-Jährigen seit dessen Badeausflug am Vortag nicht mehr gesehen hatte. Mit Tauchern, einer Hundestaffel und einem Hubschrauber wurde die Suche ausgeweitet, wie die Polizei in Siegburg mitteilte. Der 32-Jährige wurde später 15 Meter vom Ufer entfernt tot geborgen. Hinweise auf ein Fremdverschulden gab es zunächst nicht. (dpa/lnw/Quelle/ Rotter See)

h1

Gespannt auf eine fremde Welt

Juni 26, 2008

Die Siegburgerin Julia Solf will drei Monate Straßenkinder in Hanoi unterrichten

Für drei Monate nach Vietnam, um dort Straßenkindern in eine gerechte Zunkunft zu helfen: Das ist der Weg, den die Siegburgerin Julia Solf nach dem Abitur einschlagen will. Bereits vor einem halben Jahr hatte die ehemalige Schülerin des Alleestraßen-Gymnasiums überlegt, wie sie die drei Monate zwischen Abitur und Studium sinnvoll nutzen kann. Sich sozial engagieren und dabei etwas ganz Neues kennen zu lernen, stand für sie im Vordergrund. Im Internet stieß Julia auf die Organisation „Solidartiés Jeunesses Vietnam“. Die betreibt mehrere soziale Projekte für benachteiligte und arme Straßenkinder. Julia Solf entschied sich für einen Freiwilligendienst in Hanoi, der Hauptstadt Vietnams. Die 19-jährige wird in einer „Youth House School“ arbeiten. Die Schule bietet den Kindern nach dem Unterricht auch eine Nachmittagsbetreuung, ein warmes Mittagessen und – für uns eigentlich selbstverständlich – auch vernünftige sanitäre Anlagen.

Julia wird die Kinder in Englisch unterrichten, mit ihnen spielen, gemeinsam mit anderen Freiwilligen das Mittagessen zubereiten und die Kinder mit Hygieneregeln vertraut machen. Die Vielseitigkeit ihrer Aufgaben schätzt die Siegburgerin dabei besonders, und auch der Umgang mit Kindern liegt ihr am Herzen. Denn mit Freude gibt sie seit zwei Jahren auch Nachhilfestunden.

Untergebracht ist sie in einem Bungalow in der Nähe der Schule. Hier lebt sie mit 15 anderen Freiwilligen aus verschiedenen Ländern. Ihr Zimmer wird sich Julia mit mehreren Mädchen teilen, und um ihre Versorgung muss sie sich selbst kümmern. Die Siegburgerin freut sich darauf, die Freiwilligen kennen zu lernen und mit ihnen eine Gemeinschaft zu bilden. NAtürlich will sie auch die Großstadt Hanoi erkunden und hofft auf viele interessante Bekanntschaften wie auch auf neue Erfahrungen und Eindrücke von einer ihr völlig fremden Welt.

Klar: Sie hat auch ein bisschen Angst. Vor der Sprachbarriere zum Beispiel und der vietnamesischen Mentalität. Aber ihr Mut und ihre Neugier haben sich schon einmal bewehrt. Mit 16 nahm sie an einem SChüleraustausch nach Spanien teil, obwohl sie lediglich die Grundlagen der Sprache beherrschte. Nach einem Jahr kam sie nicht nur als Spanisch-Ass ihres Jahrgangs, sondern auch mit vielen positiven Erfahrungen wieder. So blickt Julia voller Vorfreude auf die kommenden Monate in Hanoi. Auch wenn sie eines an ihrer Heimatstadt besonders vermissen wird: Im Sommer mit ihren Freunden die Ruhe an der Sieg zu genießen.

(Text von Kerstin Schäfer, Rundschau)